Folge 38: Maligner Narzißmus. Eine Quelle von Haß und Gewalt

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Es gibt in menschlichen Beziehungen wohl keinen Mangel an Anlässen, sich Gewalt anzutun. Eine Form der Gewalt spielt dabei aber eine besonders finstere Rolle: die zerstörerische Kraft von narzißtischem Haß. Die Folge beschreibt das Phänomen des bösartigen Narzißmus und seinen Ausprägungen, von politischer oder innerfamiliärer Gewalt bis hin zum Amoklauf.

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Kommentare

M. Fenster
by M. Fenster on 16. Oktober 2019
Vielen Dank für den spannenden Beitrag. Ich fand insbesondere die Erklärung für den malignen Narzißmus interessant, insofern Sie nicht auf metapsychologische oder objektpsychologische Modelle rekurrieren, sondern die Charakterveränderung als eine kindliche Anpassungsleistung darstellen. Ich sehe das im Einklang mit dem Werk von Karen Horney, die in "Neurose und menschliches Wachstum" die narzißtische Selbsterhöhung als allgemeinen Wesenskern von Neurose (und Persönlichkeitsstörung muss man wohl hinzufügen) bestimmt - also auch bei abhängigen und schizoiden Typen. Zu der Selbsterhöhung gehört der Selbsthass. Tatsächlich gibt es sogar Übereinstimmungen in den Formulieren Ihres Beitrags und im genannten Werk. Ich frage mich, inwiefern das einer objektbeziehungstheoretischen Bestimmung entgegensteht, denn in dieser ist m.W. von verinnerlichten frühen Beziehungenerfahrungen als Wesenskern die Rede. Da ist das Kind passiv, allenfalls werden die Objektbeziehungen überformt, quasi wie Schuhabdrücke, die ein wenig verändert werden. Ich frage mich, ob Ihre Erklärung damit vereinbar ist.

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In diesem Podcast widmen wir uns der Erforschung des Unbewußten, der zeitgenössischen Psychoanalyse, Tiefenpsychologie und den Verfahren der Psychotherapie. Literaturempfehlungen befinden sich im Anhang der jeweiligen Folge.

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